Die Messverfahren der DIN-Normen zur Selbstreinigung basieren auf dem Abbau von Farbstoffen und Fettschichten auf der Oberfläche eines Prüfkörpers.

So werden beim Abbau des Farbstoffes Methylenblau nach DIN 52980 (2008) die zu prüfenden Oberflächen mit einer wässrigen Lösung von Methylenblau überdeckt. Durch diese Lösung hindurch werden die Proben mit UV-Licht bestrahlt, was zu einer Konzentrationsabnahme des Farbstoffes und somit zu einer Entfärbung der Lösung führt. Mittels Photometer wird die Konzentration der Lösung gemessen und mit einer nicht bestrahlten Referenz-Probe verglichen.
Hieraus wird die Abbaurate ermittelt, deren Höhe ein direktes Maß für die photokatalytische Aktivität der Probenoberfläche darstellt.

Zum Abbau von Fettsäuren (DIN-Norm in Vorbereitung) wird als Testsubstanz Methylstearat in n-Hexan gelöst und als dünner Fettfilm auf die zu prüfende Oberfläche aufgetragen. Nach Bestrahlung der Oberfläche mit UV-Licht, werden die verbliebenen Reste des Methylstearat-Films von der Proben-Oberfläche abgewaschen und mittels Gaschromatographie (FID) mengenmäßig bestimmt. Der Vergleich mit einer nicht bestrahlten Referenz-Probe gibt Aufschluss über die photokatalytische Aktivität der Probenoberfläche.